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Wichtige Lebensmittelhinweise
Bei diesem äußerst feinen Wechselspiel zwischen dem "Inneren Arzt", homöopathischen Mittel und Ihnen als Individuum sollte es nichts geben, was den Heilungsverlauf beeinträchtigt. Leider gibt es einige Substanzen – meist aus dem Genußmittelbereich - die dazu genau in der Lage sind. Sie wären keine Genußmittel, wenn sie nicht auch in den feinstofflichen Bereichen wirken würden. Jedenfalls sind sie in der Lage, die homöopathische Heilung zu verhindern.
KAMPFER/CAMPHER
Campher ist ein altes Hausmittel, das in Rheumasalben und -bädern, in Kreislauf - und Grippemitteln enthalten sein kann. Carodin z.B. ist ein bewährtes Kreislaufmittel, welches leider Campher enthält. Diese Substanz ist ein starkes Gegengift zu allen Homöopathika. Selbst die minimalen Ausdünstungen der geschlossenen Campherflasche reichen aus, um im selben Raum die Wirkung homöopathischer Mittel zu neutralisieren.
KAFFEE
Kaffee, botanischer Name Coffea, ist eine Heilpflanze, deren außerordentliche Wirkung auf das Nerven - und Verdauungssystem, den Kreislauf und die Stimmung jedem gut bekannt ist. Wer schon zuviel davon getrunken hat, kennt den Kaffeerausch mit euphorischer Stimmungslage, die sich bis zur Paranoia steigern kann, Herzklopfen, schweißigen Händen etc. Die Kaffeebohne enthält ca 500 verschiedene Inhaltsstoffe. Dieser "Giftcocktail" zerstört bzw. blockiert die Wirkung vieler Homöopathika. Der Wirkstoff Coffein ist dabei nicht ausschlaggebend - das gleiche gilt also auch für entcoffeinierten Kaffee. Selbst wenn "Ihr" Mittel nicht betroffen ist, sollte der Kaffeegenuß in den ersten zwei Wochen nach Mitteleinahme ganz unterbleiben und danach das Maß von einer Tasse pro Tag nicht überschreiten.
ALKOHOL
Der Genuß alkoholischer Getränke zerstört die Wirkung homöopathischer Mittel teilweise oder vollständig. Zudem besteht eine Unverträglichkeit von Wein/weinverwandten Alkoholika und den Arzneien - die Mischung "bekommt schlecht".
Bier kann ab der dritten Woche nach Mitteleinnahme getrunken werden, wenn man bereits an Biergenuß gewöhnt ist. Auf keinen Fall dürfen andere Alkoholika oder Gewürze in das Bier gemischt sein.
Starke Alkoholika wie Schnaps, Likör etc. wirken sich immer zerstörerisch auf die Mittelwirkung aus.
TEE
Schwarzer, grüner oder Matetee sind Genußmittel - in Maßen erlaubt, in Massen schädlich. Die Wirkung der meisten homöopathischen Mittel wird durch sie nicht beeinträchtigt, es sei denn, Sie "genießen" kannenweise.
Kräutertees sollten immer mit mir abgesprochen werden.
PFLANZLICHE SÄUREN
Sehr saures sollte während der Behandlung ebenfalls gemieden werden. Essig, Zitrusfrüchte und andere saure Früchte sind sogar "Gegengifte" zu einigen Homöopathika. Sollte "Ihr" Mittel davon betroffen sein, werde ich Sie vorab informieren. Im übrigen gilt: nur in geringen Mengen konsumieren! Wenn Sie ein Kind mit Neurodermitis haben, dann wissen Sie bereits, daß Säure z.B. Hautreaktionen hervorrufen kann.
ANDERE STÖRENDE SUBSTANZEN
Es empfiehlt sich, mit folgenden Substanzen nicht zu häufig und nur in geringen Dosen in Kontakt zu kommen:
- Ätherische Öle/Düfte (in Bädern, Duftlampen, Einreibungsmitteln)
- Starke Parfums
- Räucherstäbchen und Weihrauch
- Eukalyptus
- Rosmarin
- Fichtennadel
- Kamille
- Pfefferminze
- Yogi-Tee
- Aromatisierte Tees
- Sehr scharfe und aromatische Gewürze wie Chilies, Zimt, Cayennepfeffer, Curry, Ingwer und andere Pfeffer
Extrem ausgiebige Saunagänge oder extrem anstrengende sportliche Aktivitäten sollten während einer homöopathischen Kur ebenfalls unterbleiben. Sie beanspruchen den Organismus zu sehr.
Die Anwendung einer "homöopathieverträglichen" Zahnpasta ist nicht notwendig. Die Dosis ätherischer Öle, die durch handelsübliche Zahnpastas in den Organismus gelangt, ist zu gering, um die Mittelwirkung zu stören.
Allerdings sollten Sie auf hohe extra-Fluoreinnahmen verzichten, da Fluorverbindungen sehr giftig sind. (Siehe dazu auch Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten.)
Sollten Sie während der Behandlung doch "gesündigt" haben, sagen Sie es mir bitte trotzdem, damit ich den Mittelwirkungsverlauf richtig einschätzen kann. Bedenken Sie bei all diesen "Verzichten", vor denen Sie sich vielleicht fürchten, daß Sie wegen eines Leidens in die Behandlung kommen.
Die Therapie ist dazu da, Ihre Kräfte zu sammeln und Sie in allem zu unterstützen, was Sie stärkt und gesund werden läßt. Nach Abschluß der Behandlung ist der Genußmittelgebrauch wieder Ihnen überlassen - vielleicht mit veränderten, wohltuenden Gewohnheiten, was ja auch nichts schlechtes ist.
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